Unter den Gästen, die darüber lachten, waren nicht nur welche, die aus Amerika und Liechtenstein angereist waren, sondern erstmals auch der Oberst des Sauerländer Schützenbundes, Karl Jansen, der sich von der Höhle und dem Einmarsch der Schützen höchst beeindruckt zeigte.
Bereits am Samstag hatten die Balver Schützen zusammen mit vielen Gästen einen ersten Abend in der Höhle verbracht. Auf dem Weg dorthin hatten sie ihre amtierenden Regenten, aber auch ehemalige Königspaare abgeholt, die in diesem Jahr ein Jubiläum feiern können. So wurden am Gasthof Scheele das Königspaar von 1985/86, Egbert und Bärbel Lindemann, und die Regenten von 1970/71, Heinz Burghard mit Mechthild Budde und Mechthild Burghard, in den Festzug aufgenommen. „Das ist auch eine Seltenheit, dass ein König gleich zwei Königinnen hat“, kommentierte Brudermeister Engelbert Prinz von Croy dieses Kuriosum. Der Hintergrund: Heinz Burghard hatte nach seinem Königsschuss 1970 zunächst mit Mechthild Budde regiert und beim Schützenfest 1971 dann seine Ehefrau Mechthild als Königin an seine Seite genommen.
Nachdem Regenten und Jubelregenten ein Ständchen erhalten hatten, führte der Weg die Schützen zum Rathaus, wo ihnen Bürgermeister Hubertus Mühling den Vogel für das Königsschießen am Montagmorgen übergab. Anhand zweier Fotos des Schützenkönigs Christoph Rapp dokumentierte er augenzwinkernd, wie anstrengend ein Regentschaftsjahr sein kann: Das eine Foto zeigte Rapp jubelnd bei seinem Amtsantritt am Schützenfestmontag 2009, auf dem anderen war er niedergeschlagen beim Public Viewing in der Höhle nach der Niederlage Deutschlands im WM-
Solchen Unkenrufen zum Trotz präsentierte sich der Schützenkönig nach dem Einzug in die Höhle jedoch in bester Verfassung. Bei seinem Gruß an die Schützenbrüder sprach er vom Beginn der „WWH-
Bevor Oberst Wilhelm Rademacher die Schützen an die Theken entließ, zeichnete er noch einen Schützenbruder mit dem Verdienstorden des Sauerländer Schützenbundes aus: Wolfgang Karthaus ist seit 20 Jahren für die Bewirtung an der Theke im linken Höhlenarm verantwortlich, was Brudermeister von Croy als „schwer vorstellbar für einen Balver Schützenbruder“ bezeichnete.