Waliser Film-Team vom Schützenfest begeistert

Stefan Scherer, Westfalenpost

 

Nachdem Balve durch die Höhle als Kulisse für Filmproduktionen und und nicht zuletzt durch das Public-Viewing im Felsendom konstante Fernsehpräsenz genießt, ist nun sogar ein Filmteam aus Wales auf die Hönnestadt und ihre traumhaften Motive aufmerksam geworden.

Die St.-Blasius-Kirche, der Schützenfestzug, das Schützenfest in der Höhle und die Luisenhütte faszinierten die drei jungen Filmstudenten von der Glyndwr-University in Nordwales. Wie es dazu gekommen ist, erklärt Katja Fall, Partnerschaftsbeauftragte des Märkischen Kreises: „In diesem Jahr feiern wir das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen dem Märkischen Kreis und dem Wrexham County Borough. Neben zahlreichen Projekten, die in diesem Zusammenhang stattfinden, wollten wir einen filmischen Blick von Außenstehenden auf den Kreis werfen.“

Dafür sind die drei 21-jährigen Film- und Medienstudenten Graham Cooper, Sian Sailsbruy und Natalie Thompson genau die Richtigen. Sie sind im letzten Jahr ihres Bachelor-Studiengangs und kamen zum ersten Mal nach Deutschland. Warum aber nimmt Balve neben der Landesgartenschau, der Iserlohner Brauerei und einigen anderen Sehenswürdigkeiten im Kreis einen so großen Umfang bei den Dreharbeiten ein? „Fragen Sie doch mal Landrat Thomas Gemke, wo er es im Märkischen Kreis am Schönsten findet. Natürlich kommen wir nicht drumherum, in Balve zu drehen. Obwohl, das ist ganz klar, Balve für eine so kleine Stadt enorm viel zu bieten hat“, sagt Katja Fall.

Entsprechend begeistert waren die drei walisischen Studenten von der St.-Blasius-Kirche, in der sie sogar eine Führung bekamen. „Aber“, so sagt Katja Fall, „aus dem Staunen kamen sie nicht mehr heraus, als sie den Festzug von der Treppe vor dem Haus Krüdewagen aus gefilmt haben. Und kollektiv fielen den Dreien die Kinnladen herunter, als sie dann in die Höhle kamen und dieses rauschende Fest vor der atemberaubenden Kulisse miterlebten.“ Neben der Hönnestadt Balve imponierten den jungen Filmemachern aber auch die vielen anderen Kleinode im Kreisgebiet, die sie während ihrer Aufnahmen besuchten.

Wann und wo es den Film zu sehen gibt, steht noch nicht fest, aber zumindest gibt es einen Plan. „Der Streifen soll im September fertig gestellt sein und wenn im Oktober eine Delegation aus dem Märkischen Kreis zu den Jubiläumsfeierlichkeiten nach Wrexham fliegt, soll er uraufgeführt werden“, sagt Katja Fall.

Sie stellt sich vor, dass der Film danach Besuchern des Märkischen Kreises gezeigt werden könnte. „Außerdem würde ich gern allen Drehorten eine Kopie schicken“, wünscht sie sich. Das würde bedeuten, dass auch die Blasius-Kirche, die St.-Sebastian-Schützen und die Luisenhütte bedacht werden und die Balver den Film auch mal sehen könnten.




Veröffentlicht am:
15:52:29 21.07.2010 von CMS System Benutzer

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