Aus Kansas City direkt zum Schützenfest in die Höhle

Stefan Scherer, Westfalenpost
Balve/Kansas City. Spencer und Judy James sitzen auf dem Höhlenboden vor der Musik und rudern mit hunderten Schützenfestbesuchern zu Achim Reichels „Aloah Heja He“. „We love Schützenfest!“, rufen die beiden US-Amerikaner und feiern ausgelassen. Es ist das erste Mal überhaupt, dass sie außerhalb der USA sind und dann hat es sie gleich nach Balve verschlagen.

Wie kam es denn dazu, dass sie sich aus Kansas City im Bundesstaat Missouri ausgerechnet in die Hönnestadt aufgemacht haben? „Wir waren während eines Austauschs die Gasteltern des Balvers Simon Stüeken. Der Kontakt riss nie ab und irgendwann war es Zeit für einen Gegenbesuch.“ Zwei Wochen lang bleiben sie in Deutschland. Seit Spencer und Judy James hier sind, haben sie schon eine Menge gesehen. „Wir waren in Köln und Trier, sind mit dem Schiff über den Rhein gefahren und haben einen Rundflug über das Sauerland gemacht – großartig“, sagt Spencer James, der mit seiner Ehefrau sehr freundlich bei den Stüekens und in der gesamten Hönne­stadt aufgenommen wurde.

Doch in einem sind sich die beiden US-Amerikaner einig: Bei all den geschichtsträchtigen Orten in Köln und Trier, bei all der Faszination des Rundfluges, haben sie am meisten das Schützenfest und die Höhle beeindruckt. „Wir waren zuvor noch nie weit verreist, aber wir kommen auf jeden Fall wieder. Passiert nichts Gravierendes, feiern wir 2011 wieder in der Höhle Schützenfest. Wir fühlen uns in Deutschland sehr, sehr wohl. Auch in Missouri gibt es viele deutsche Städte, aber wie dort gefeiert wird, lässt nur erahnen, welch freundliche und offene Mentalität in Deutschland herrscht.“

Da verwundert es überhaupt nicht, dass sie auf die Frage, was ihnen in Balve am besten gefällt, beide wie aus der Pistole geschossen antworten: „The people – die Menschen.“




Veröffentlicht am:
15:53:01 21.07.2010 von CMS System Benutzer

Letzte Aktualisierung
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