Auch wenn die Balver drei Tage in der kühlen Höhle feiern, hoffen sie auf Temperaturen, die sich im Bereich von etwa 25 und nicht 37 Grad bewegen. „Denn nur dann“, so die Meinung der Schützenbrüder, „macht es Spaß, ein Bier zu trinken.“
Bevor es jedoch am Samstag an die Theken geht, treten die Schützenbrüder um 16.45 Uhr in der Stadtmitte an, um den Vogel, der von Klemens Terbrüggen gebaut worden ist, bei Bürgermeister Hubertus Mühling abzuholen. Zuvor bringt die Festmusik aus Sundern dem amtierenden Königspaar „Keksi“ und Birgit Rapp vor dem „Vatikan“ ein Ständchen.
Nach dem Einzug in den „Felsendom“ nimmt der Vorstand mit dem Vorsitzenden Engelbert von Croy und Oberst Wilhelm Rademacher an der Spitze die Siegerehrung des Kompanie-Pokalschießens vor, das die „Erste“ für sich entschied. In der Einzelwertung hatte Achim Hoffmann die Nase vorn. Bester Sportschütze war der Chef der Schießsportgruppe Balve, Dieter Neuhaus.
Um Ruhe bittet der Vorstand die Schützen und ihre Gäste um 19.30 Uhr, wenn der Große Zapfenstreich in der Balver Höhle intoniert wird, und zwar vom Musikverein Sundern und Trommlerkorps Eisborn. Sobald der Beifall verklungen ist, findet der Schützenball seine Fortsetzung.
Höhepunkt des Hochfestes soll am Sonntag der große Festzug sein, in dessen Mittelpunkt das strahlende Königspaar „Keksi“ und Birgit Rapp nebst Hofstaat steht. Zum Festzug werden einige befreundete Bruderschaften erwartet. So auch der Schützenverein Esterwegen (bei Papenburg), der mit Pfarrer Josef Danne am Sonntag in der Hönnestadt zu Gast ist. Zu den Gästen gehört auch eine Abordnung der Bundesjungschützen, die sich die Höhle ansehen möchten, weil im Jahre 2011 der Bundesjungschützentag im „Felsendom“ stattfindet. Erfreut ist die Schützenbruderschaft auch über den Besuch von Paul Spiegel. Der Vorsitzende der Schützengilde Bad Muskau ist zum 20. Mal beim Schützenfest dabei.